VDP.GROSSE LAGEN des Rheingaus

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Seminarbroschüre zur VDP.Klassifikation

Einen ausführlichen Einblick in die VDP.Klassifikation gewährt die Seminarbroschüre. Diese ist in Deutsch und Englisch erhältlich und kann kostenfrei über die VDP.Geschäftsstelle bestellt werden.

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Flyer zur VDP.Klassifikation
Der Flyer bietet einen schnellen Überblick über die VDP.Klassifikation. Den Flyer können Sie über unseren Shop kostenfrei bestellen. Weitere Sprachen finden Sie ebenfalls online zum Download

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NONNBERG: "Fusshohl", "Vier Morgen"

WICKER.

HÖLLE: "Kantelborn", "Goldberg", "In der Waldkaut", "Im Neuenberg"

KÖNIGIN VICTORIABERG: "Dechantenruhe"

KIRCHENSTÜCK: "In der Sommerheil", "Im Stein"

DOMDECHANEY: "Im Rauhloch", "Hinter der Kirche", "Dompräsens"

HOCHHEIM.

REICHESTHAL

WEISS ERD

WALKENBERG

WALLUF.

Größe/ha insgesamt: 22 ha

Boden: Lößlehm auf kiesigem Untergrund

Exposition: Südwesthang

Höhenmeter (über NN): 100–120

Steigung (in %): 25%

Mikroklima: Durch die leichte Hangneigung und den „Kopf“ im oberen Drittel sehr gute Belüftung der Trauben, bei gleichzeitig vollem Reifepotential. Am Taunushang gelegen, gegen Nordwinde geschützt, ist der Walkenbergeine Hanglage im Herzen des Rheingaus.

Am Fuß dieses Weinbergs standen einst Walkmühlen für das Gerbergewerbe, in denen bis 1900 Wolle aufbereitet wurde. Daher leitet sich der Lagenname ab.Der leicht geschwungene Hang bietet besonders im mittleren, steilen Teil optimale Voraussetzungen für große Weine. Der kiesige Lehm bringtsehr viel Würze und Mineralität, der kleine Anteil Sand im Boden lässt dieWeine nicht zu mächtig und füllig werden. Die Riesling-typische fruchtige Säureist eingebettet in eine würzige, ausgeprägt mineralische Art der Weine.

SCHLENZENBERG

LANGENEBERG

MARTINSTHAL.

Größe/ha der Lage insgesamt: 18,2 ha


Boden: Steiniger, toniger Lehm aus Verwitterungsmaterial des Phyllits (Ordovizium) mit Beimengungen von Löß und Lößlehm.

Exposition: West, Südwest, Süd

Höhenmeter (über NN): 160–210

Steigung (in %): 35– 60%

Mikroklima: Auf der Bergkuppe des Langenbergs wachsen auf KiesbödeEichen- und Buchenwälder. Die große Waldfläche stellt die Wasserversorgung des Berges sicher und schützt vor kalten Nordwinden.
Fallwinde durch das Walluftal von Nord nach Süd kühlen die westliche Berglage an heißen Sommertagen. Trotz längerer Reifezeit der Trauben, beeinflusst durch Höhenlage und Hangneigung, gelingt es, vollreife Trauben bei geringeren Alkoholgehalten zu ernten.
Die Lage liegt im Steilhang auf dem von Südwest bis Süd ausgerichteten Martinsthaler Berg über dem Ort Martinsthal. Nach dieser Disposition im Gelände hat die Lage ihren Namen. Der Langenberg
zeichnet sich durch für einen Steilhang ungewöhnlich tiefgründige Böden mit guter Wasserhaltekraft aus. Die besten Qualitäten wachsen in der Hangmitte bei 40–60% Steigung.

ROTHENBERG: "Im Rothenberg"

RAUENTHAL.

BAIKEN: "Baikenkopf", "Hühnerberg"

GEHRN: "Kesselring"

RAUENTHAL.

GRÄFENBERG

HOHENRAIN

ERBACH.

Größe/ha der Lage insgesamt: 18 ha

Boden: Lößlehmboden mit tertiärem Mergel im Unterboden

Exposition: Süd-Süd-Ost

Höhenmeter (über NN): 90 –120

Steigung (in %): 10%

Mikroklima: Die Südhanglage über dem alten Ortskern von Erbach wird bis in den Abend hinein von der Sonne verwöhnt. Zusätzlich bietet eine drei Meter hohe Mauer, welche die Lage auf der Westseite begrenzt, guten Schutz vor kaltem Wind und speichert auch die Wärme.

In der Geschichte findet man den Weinberg in verschiedenen Bezeichnungen, so 1519 als „wingart des reyngen“, 1543 als „am hohen reine“ und 1643 als „Rhaingen“. Als Rain bezeichnet man die Grenze zwischen zwei Fluren oder auch den Abhang am Rande einer Flur, letzterer im Rheingau bis heute meist
Resch genannt. Die Lage zeichnet sich durch fein strukturierte und mineralische Weine mit intensiver Frucht und Länge aus.


MARCOBRUNN

ERBACH.

Größe/ha der Lage insgesamt: 6,67 ha

Boden: mittelschwerer Boden aus glimmerführendem tertiären Mergel mit zum Teil lateraler Wasserversorgung und Taunusquarzit im Untergrund

Exposition: Süd

Höhenmeter (über NN): 100

Steigung (in %): 10%

Mikroklima: sonnenexponierte, gut belüftetet Lage

Der Marcobrunn liegt zwischen Erbach und Hattenheim. Der Name,vor 1200 als „markenburne", ab 1275 als „markenborne" erwähnt, kommt von „marka" (= Grenze) und bezeichnet einen Brunnen an der Gemarkungsgrenze Erbach-Hattenheim. Als die Erbacher um 1810 den Brunnen mit einer klassizistischen Umrahmung schmückten, schrieben sie auf den oberen Abschluss „Marcobrunnen Gemarkung Erbach". Die darüber erbosten Hattenheimer schrieben später auf ihre Seite: „So ist es richtig und so soll es sein: für Erbach das Wasser und für Hattenheim den Wein!“ Die Weine sind extreme Spätzünder und Langläufer, sie bestechen in der Jugend durch exotische Frucht, die mit zunehmender Reife in eine feine Kräuterwürze übergeht.

SIEGELSBERG

ERBACH.

Größe/ha der Lage insgesamt: 16 ha

Boden: Lößlehmboden mit tiefen Tonschichten und Rheinschieferim Unterboden

Exposition: Süd

Höhenmeter (über NN): 100

Steigung (in %): 16%

Mikroklima: Der Südhang besticht vor allem durch seine windgeschützte Lage und die optimale Sonneneinstrahlung. Das führt die Reben im Siegelsberg zu einer sehr frühen Blüte und Reife. Der Siegelsberg ist oberhalb des Marcobrunns gelegen. Durch den Rheinschiefer im Unterboden entstehen hier sehr mineralische Weine mit großem Lagerpotential. Sein Name könnte von einem einstmaligen Kauf, der mit einem gesiegelten Vertrag abgeschlossen wurde, abgeleitet sein. Aber auch der Name Sigelo aus Eltville, den eine Stiftungsurkunde von 1393 erwähnt, kommt als Namensgeber ebenso in Frage wie die Eignung des Bodens zur Herstellung von Ziegeln.

 

 

MANNBERG

WISSELBRUNNEN

NUSSBRUNNEN

HASSEL

STEINBERG

KLOSTER EBERBACH.

JUNGFER

HALLGARTEN.

Größe/ha insgesamt: 52 ha

Boden: sandig-kiesiger Quarzit-Boden, teilweise mit Lößlehm-Auflage

Exposition: Süd-Südost

Höhenmeter (über NN): 170–220

Steigung (in %): 10%

Mikroklima: durch die südöstliche Exposition frühe Erwärmung und durch den hohen Mineralgehalt gute Aufnahme der Sonnenwärme Die Lage Jungfer befindet sich östlich des Ortes Hallgarten. Klassifiziert ist das Herzstück der Lage, nämlich jener Teil, der bereits vor der weingesetzlichen Zusammenlegung von Kleinstlagen diesen Namen trug. Die kleine Fläche der „ursprünglichen“ Jungfer liegt in einer Kegelförmigen Senke und ist dadurch windgeschützt. Die Entstehung des Lagennamens ist unzweifelhaft mit dem benachbarten Kloster Eberbach verbunden. Es ist anzunehmen, dass die Zisterziensermönche der Lage den Namen zu Ehren der Heiligen Jungfrau Maria gegeben haben. Der hohe Quarzitanteil im Boden speichert die Wärme des Tages und gibt sie nachts wieder an die Reben ab. Außerdem prägt er die Jungfer-Weine durch hohe Mineralität, Substanz und Frische.

SCHÖNHELL

DOOSBERG

LENCHEN

ROSENGARTEN

ST. NIKOLAUS

SCHLOSSBERG

SCHLOSS VOLLRADS.

Größe/ha insgesamt: 33,18 ha bestockt (15,29 ha als GG klassifiziert)

Boden: tiefgründiger Löß, Kies, kleine Anteile von schwarzem und rotem Schiefer, Lößlehm und Ton; im Untergrund mächtiger Taunusquarzit

Exposition: Süd bis Südwesten

Höhenmeter (über NN): 140

Steigung (in %): 10 –30%

Mikroklima: geschützt durch das Vollradser Wäldchen im Norden vor Kaltlufteinflüssen und starken Winden aus dem Taunus und gute Sonnenexposition.


Der „Schloss Vollrads Schlossberg“ ist eine Monopollage des gleichnamigen Weinguts. Diese Konstellation „Name des Weinguts = Name der Lage“ ist bei nur sehr wenigen Betrieben in Deutschland der Fall. Durch den großen Einfluss des Quarzituntergrunds sind die Weine in der Jugend oft verschlossen. Sie sind eher die „Langstreckenläufer“. Die Kombination aus Quarzit, Löß, Lehm, Kies, schwarzem und rotem Schiefer mit Anteilen von Ton machen den unverwechselbaren Geschmack und den Fingerabdruck dieser Weine aus. Nur wenige andere Lagen verfügen über ein so breites Spektrum an verschiedenen Bodenarten.


HASENSPRUNG

JESUITENGARTEN

WINKEL.

Größe/ha der Lage insgesamt: 23 ha

Boden: Auenschwemmboden und kalkhaltiger Löß

Exposition: Süd-Südwest

Höhenmeter (über NN): 85m

Steigung (in %): 10%

Mikroklima: ist von der Nähe zum Rhein geprägt; Warmluftzirkulation und Sonnenreflexion fördern frühen Austrieb, frühe Blüte und eine sehr lange Vegetationsperiode. Der Mainzer Erzbischof Johann Schweikard von Cronberg übergab 1606 die Kapelle St. Bartholomae am westlichen Ortsausgang von Winkel mit Gebäuden und dem umgebenden Weinberg an das Mainzer Jesuitenkolleg. Somit benennt der Lagenname die damals neuen Eigentumsverhältnisse.

KLAUS

JOHANNISBERG.

SCHLOSS JOHANNISBERGer

SCHLOSS JOHANNISBERG.

Größe/ha Eigenbesitz: 40 ha Monopollage

Boden: reiner Taunusquarzit mit Auflagen von mittel- bis tiefgründigen Lößlehmen, die Wärme und Wasser in besonders hohem Maße speichern

Exposition: Süd

Höhenmeter (über NN): 114–182

Steigung (in %): 45%

Mikroklima: von Norden her durch die bewaldeten Taunusanhöhen gegen kalte Winde geschützt und freistehende absolute Südausrichtung, die Sonneneinstrahlung über den gesamten Tag ermöglicht
(mit rund 1700 Sonnenstunden im Jahresmittel weist der Lage die höchste Energiezufuhr im Rheingau auf).
Die Lage Schloss Johannisberger ist im Monopolbesitz der Weinbau-Domäne Schloss Johannisberg. Der 50. Breitengrad verläuft direkt durch den vorgelagerten Taunusquarzitfelsen. Bereits im Jahre 1143 wurde der Weinberg als „monte sancti Johannis“ in alten Aufzeichnungen erwähnt, nachdem die
benediktinische Abtei auf der Anhöhe zu Ehren Johannes des Täufers geweiht worden war. Seit 1720 wird hier ausschließlich Riesling angebaut, und somit gilt der Johannisberger als weltweit erster geschlossener Weinberg, der mit dieser Rebsorte bestockt ist. Schon im Jahre 1870 wurden die Weine
in England mit dem Aufdruck „first growth“ verkauft.

HÖLLE

JOHANNISBERG.

Größe/ha insgesamt: 27 ha

Boden: Lößlehmböden über Taunusquarzit Exposition: Süd-Südwest exponierte Hanglage

Höhenmeter (über NN): 150

Steigung (in %): 15–30%

Mikroklima: kühle Berglage, gute Durchlüftung durch das Elsterbachtal, das Winde aus dem nahen Taunuswald mitbringt Die Lage Johannisberger Hölle wurde bereits vor 1180 erwähnt als „helda in monti sanctis Johannis“, wobei helda für Halde stand. Die gute Durchlüftung der Höhenlage ermöglicht längere Hängezeiten der Trauben.


MITTELHÖLLE

JOHANNISBERG.

KLÄUSERWEG

ROTHENBERG

FUCHSBERG

KIRCHENPFAD

BISCHOFSBERG "Unterm Bischofsberg"

RÜDESHEIM.

BERG ROTTLAND

RÜDESHEIM.

Größe/ha der Lage insgesamt: 37 ha

Boden: tiefgründige Lößlehmböden mit Tonschiefer und Quarzit durchsetzt über Taunusquarzit mit Schiefereinlagerungen

Exposition: Süd

Höhenmeter (über NN): 90–130

Steigung (in %): 27–63%

Mikroklima: warmes Klima durch reine Südexposition und hohe Lichtintensität sowie Atriumeffekt

Beim Berg Rottland handelt es sich um eine Steillage am westlichen Ortsrand von Rüdesheim. Der Name leitet sich von Mhd. „reuten, rotten, roden“ ab, worunter das Urbarmachen für weinbauliche Nutzung zu verstehen ist. Diese Rodung ist wohl auf eine in den Jahren 1031 bis 1051 vom Mainzer Erzbischof gemachte Schenkung an die Rüdesheimer und Eibinger Winzer zurückzuführen, mit der er ihnen Brachland für die weinbauliche Nutzung überließ. Durch die sehr geschützte Lage mit der Kessellage im Berg bei gleichzeitiger natürlicher Wasserversorgung ist der Rottland immer ein Garant für hohe Reife und Weine großer innerer Dichte. Auf Grund der Bodenzusammensetzung ist Mineralität (steinig, salzige Härte)hier kein beliebiges Attribut, sondern echter Ausdruck der Herkunft.


BERG ROSENECK

RÜDESHEIM.

Größe/ha insgesamt: 26,5 ha

Boden: Quarzitverwitterungsboden mit Anteilen von Schiefer und Lößlehm

Exposition: 100% Süd

Höhenmeter (über NN): 180 – 200

Steigung (in %): 30–60%

Mikroklima: warme, trockene Lage durch optimale Besonnung, verbunden mit guter Durchlüftung.
Die Bezeichnung „Rüdesheimer Berg“ war eine Einzellagen übergreifende Benennung, die ab 1200 mit „off dem berge“ gebräuchlich war. Der Name „Roseneck“ geht auf die Wildrosenhecken, die hier vielfach auf den Felsvorsprüngen anzutreffen sind, zurück. Die Lage gliedert sich in einen östlichen und einen westlichen Teil. Im westlichen Bereich befindet sich ein schluchtenartiger Einschnitt mit den steilsten Weinbergen. Weiter in östlicher Richtung läuft der Bereich eher flach aus und wird im Osten durch einen Felsvorsprung begrenzt.

BERG SCHLOSSSBERG

RÜDESHEIM.

Größe/ha insgesamt: 29 ha

Boden: Taunusquarzit mit Schiefereinlagen und Lößlehm

Exposition: Süd– Südwest

Höhenmeter (über NN): 120 –180

Steigung (in%): 40–70%

Mikroklima: sehr warme, trockene Lage (die heißeste Lage im Rüdesheimer Berg mit hoher Strahlungsintensität) und sehr guter Durchlüftung (perfekte Abtrocknung). Benannt ist die Lage nach Burg (Schloß) Ehrenfels. Um 1211 erbaut, war dies die westliche Eckfestung des Rheingaus für den Landesherrn im Rheingau, den Mainzer Erzbischof. Zusammen mit dem Mäuseturm im Rhein erfüllte sie vor allem die Funktion einer Zollstation. Der „Berg Schlossberg“ ist mit bis zu 70% Steigung der steilste Weinberg des Rheingaus. Mit seinen Weinen und ihrer ausgeprägten mineralischen Bergaromatik ist er der idealtypische Weinberg für den „Rüdesheimer Berg“.


BERG KAISERSTEINFELS

RÜDESHEIM.

HÖLLENBERG

ASSMANNSHAUSEN.

KAPELLENBERG

LORCH.